Meine Geschichte
Wenn du interessiert bist, mehr über mich zu erfahren, erzähle ich dir gerne meine Geschichte.
Ich hatte das Glück, im Jahr 1985 in Transsilvanien, Rumänien, in eine fürsorgliche und liebevolle Familie geboren zu werden. Ich bin das zweite Kind der Familie. Meine Schwester ist vier Jahre älter als ich. Dadurch hatten meine Eltern die Chance, ihren Erziehungsstil zu optimieren. Sie sind von einer autoritären auf eine beinahe demokratische Erziehung übergegangen, was mich betrifft. Danke, liebe Schwester, für die „Vorteile“, die ich als „kleine Schwester“ genossen habe. Meine Mutter war als Kindergärtnerin tätig, während mein Vater ein Studium der Wirtschaftswissenschaften absolvierte und anschließend in leitenden Positionen sowie über einen längeren Zeitraum im Finanzamt arbeitete. In dieser Familie habe ich meine ersten Grundannahmen und Lebenseinstellungen entwickelt: Nächstenliebe, besonders für Kinder, Optimismus, Hoffnung, Dankbarkeit, Gerechtigkeit und viel Gutes. Natürlich wurde ich nicht nur durch die Familie, sondern auch durch das kulturelle Umfeld geprägt. Bildung stand von Anfang an im Mittelpunkt: Leistung zu erbringen hat mich extrem geprägt und zu einer Perfektionistin gemacht, die viel Zeit darauf verwendet hat, alles nach bestem Wissen und Gewissen zu machen. Meine Eltern ermöglichten mir ein Studium an einer der besten Universitäten Rumäniens, der West-Universität, Fakultät für Soziologie und Psychologie, wo ich auch meinen Master in Familien- und Paarberatung machte. Ich danke euch, liebe Eltern, dass ihr mir diese Chance gegeben habt.
Mein Ego entwickelte sich und ich wollte nicht mehr auf die finanzielle Unterstützung meiner Eltern angewiesen sein. Damals war die Korruption in Rumänien ein gravierendes Problem. Es war praktisch unmöglich, einen guten Job zu bekommen, selbst wenn man die entsprechenden Qualifikationen hatte. Die Enttäuschung über die Korruption war sehr groß, sodass ich mich mit meinem zukünftigen Mann entschloss, nach der Hochzeit (September 2010) unsere Jobs zu kündigen und die gewünschte Freiheit und Unabhängigkeit in Österreich zu suchen.
Mit 23 Jahren fing ich an, die Kommunikationsseminare im Alltag bewusst umzusetzen und lebte eine Weile nach dem Axiom von Paul Watzlawick: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ In einem neuen Land, Österreich, wo ich die Sprache überhaupt nicht beherrschte, musste ich meine Kreativität täglich nutzen, um kommunizieren zu können.
Es war eine unglaublich schöne Zeit, mit der neuen Kultur in Kontakt zu kommen, neue Menschen kennenzulernen. Langsam begann ich, meine eigenen Lebenseinstellungen in Frage zu stellen. Für meine Familie war es unvorstellbar, mit einem Masterstudium in der Hotellerie zu arbeiten. Aber hier habe ich gelernt, jeden Menschen wertzuschätzen und sein Potenzial zu sehen. Jede und jeder auf diesem Planeten ist extrem wichtig und leistet einen unglaublichen Beitrag. Ich habe sehr schnell gemerkt, dass mich meine eigenen Lebensüberzeugungen sehr eingeschränkt und blockiert haben, mehr zu erleben. Meine Weltsicht war im Grunde genommen ein Produkt meiner Gedanken, die ich aus meiner ursprünglichen Umgebung und Kultur übernommen hatte. Damit begann die Entdeckungsreise zu mir selbst, die schönste Reise, die ich in meinem Leben machen konnte. Und das Schönste daran ist, dass diese Reise nie zu Ende geht.
Als Perfektionistin begann ich, viel Zeit in das Studium der deutschen Sprache zu investieren, um meinen Beruf wieder ausüben zu können. Das Universum liebt mich sehr und schickte mir einen sehr einfühlsamen und unterstützenden Mann, der verstand, wie wichtig das für mich war. Lange Zeit arbeitete ich nur 20 Stunden, besuchte gleichzeitig zwei Deutschkurse und hatte zusätzlich Privatstunden bei einer unglaublich tollen Deutschlehrerin. Danke, lieber Dorin, dass du mich über Jahre hinweg, auch in schwierigen Momenten, unterstützt hast.
Nach zweieinhalb Jahren in der Hotellerie habe ich meinen Job gekündigt, ohne eine neue Stelle in Aussicht zu haben. Ich ging zu allen sozialen Einrichtungen im Bezirk Kitzbühel, um mich persönlich vorzustellen, in der Hoffnung, wieder in meinem Beruf arbeiten zu können. Ich erlaubte mir große Träume, die größer waren als ich selbst.
Ich begann in einer Montessori-Schule als Nachmittagsbetreuerin zu arbeiten und einen Monat später bekam ich einen Anruf von meinem zukünftigen Chef, ob ich für das Jugendamt arbeiten wolle. Ich fragte mich ernsthaft, ob es sich um ein Missverständnis handelte oder ob Gott mich wirklich so sehr liebt. Ein solcher Job war schon in Rumänien mein Wunsch gewesen ... Damals kannte ich mich noch nicht so gut mit den Naturgesetzen bzw. dem Gesetz der Anziehung aus. Und von Quantenphysik hatte ich auch noch keine Ahnung.
Unglaublich, aber wahr! Ich bin und bleibe meinem ehemaligen Chef für immer zutiefst dankbar. Neun Jahre lang durfte ich von einem unglaublichen Team von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Psychologinnen und Psychologen und Lebens- und Sozialberater/innen unglaublich viel lernen. Ich bin in diesem tollen Team aufgewachsen und kann rückblickend sagen, dass es meine „erweiterte Familie“ in Österreich geworden ist.
Die ambulante Arbeit in Familien hat mich sehr gefordert und mir ermöglicht, die Dynamiken in Familiensystemen wahrzunehmen. Es war sehr bereichernd, Systeme und nicht nur Einzelpersonen zu begleiten und zu unterstützen, um Veränderungen und Optimierungen für das eigene Leben in Betracht zu ziehen und schließlich umzusetzen. Das war für mich die wahre Lehre. Ich hatte Spaß an der Arbeit und erlebte täglich die Sinnhaftigkeit dieser Tätigkeit. Ich sah in jedem Menschen, egal welcher Herkunft, viel Potenzial und versuchte, dieses zu fördern. Im Laufe der Zeit entwickelte ich meine eigene Arbeitsweise. Ich absolvierte eine Ausbildung in Positiver Psychologie in Graz, die mir half, meine Interventionen zu verbessern und meinen Blickwinkel zu erweitern. Die Ausbildung in klinischer Psychologie begann ich im Jahr 2015 in Salzburg, um meine Ausbildung auch in Österreich zu vervollständigen.
Als ich die Ausbildung zur klinischen Psychologin abgeschlossen hatte, bekam ich 2017 das schönste Geschenk meines Lebens - meine Tochter. Mutter zu sein bedeutet, auf die eigene Intuition zu hören und das Beste daraus zu machen. Learning by Doing ist wichtig, auch wenn man viel Know-how hat. Durch meine Tochter habe ich wieder viel gelernt und meinen Standpunkt erweitert. Ich habe selbst gelernt, dass viele Theorien nicht eins zu eins umsetzbar sind. Die menschlichen Ressourcen sind begrenzt und Kinder versuchen ständig, die Grenzen auszutesten. Dadurch habe ich noch mehr Verständnis und Empathie für Menschen entwickelt. Danke, meine liebe Sofia!
Am 14. Dezember 2019 starb mein Vater völlig unerwartet an einem Herzinfarkt. Mir wurde klar, dass ich so sehr mit mir selbst und meiner eigenen Verwirklichung beschäftigt gewesen war, dass ich nur noch telefonischen Kontakt zu meinen Eltern hatte und sie einmal im Jahr besuchte. Der Verlust des Vaters hat mich erschüttert! Mein Vater hat mir sehr viel Halt gegeben und er war mein Vorbild. Plötzlich war er nicht mehr da! Ich funktionierte, ohne meine Gefühle wahrhaben zu wollen, bis mein Körper mir deutliche Signale gab. Durch diesen seelischen Schmerz konnte ich viele meiner Patientinnen und Patienten noch besser verstehen. Lieber Papa, ich bleibe dir dankbar für alles, was du für mich getan hast, und für die neue Orientierung, die ich dadurch in meinem Leben gefunden habe.
Als Psychologin wusste ich, dass ich dabei war, auszubrennen. Meine Energie war sehr begrenzt und auch die Arbeit machte mir keinen Spaß mehr. Ich begann, mir existenzielle Fragen zu stellen. Wie kann man unter diesen Umständen noch ein erfülltes, glückliches Leben führen? Meine Entdeckungsreise ging diesmal tief in mein Inneres. Langsam wurde mir klar, dass die Antworten auf meine Fragen ganz tief in mir steckten und ich sie nicht ständig in der Außenwelt suchen musste.
Zum zweiten Mal in meinem Leben habe ich viele Konstrukte und Glaubenssätze rigoros hinterfragt und festgestellt, dass die meisten ein Ablaufdatum haben. Ich begann, meine Intuition zu nutzen und konnte dadurch endlich mein Herz spüren und die Wellen des Lebens wahrnehmen. Ich konnte meine innere Orientierung finden und hörte auf, ständig zu kämpfen, um mich zu beweisen. Ich konnte mich sogar als Schöpferin meiner Realität sehen, die ihre eigenen Realitätsmodelle schreibt und eine holistische Vision entwickelt: von geistiger, körperlicher und seelischer Gesundheit bis hin zu Beziehung, Erziehung, Familie, Ernährung, Spiritualität, Bewegung etc. Ich habe gesunde Rituale für den Alltag entwickelt, die ich als Psychologin weiterempfehle: Dankbarkeitsübungen, Meditation, Achtsamkeit, Autosuggestion, kreative Visualisierungen, Entspannungsübungen, Selbstfürsorge etc. Ich habe die Verantwortung für mich und mein Leben übernommen und die innere Lücke zwischen meinem Ego und meinem wahren ICH fast geschlossen. Die Verbundenheit mit mir selbst fühlt sich gut an und lässt mich noch mehr von Herzen schenken.
Seit 09.2022 erlebe ich meine Berufung in einem Rehabilitationszentrum, wo ich in Teilzeit als klinische Psychologin arbeite. Mein brennender Wunsch, noch mehr Menschen zu helfen, hat mich auf die Idee gebracht, zudem psychologische Online-Beratung anzubieten und somit viele Menschen auf ihrer Reise zu sich selbst zu begleiten und zu inspirieren.